Immobilienpreise nach Kantonen: Wo Wohneigentum noch erschwinglich ist

Der Schweizer Immobilienmarkt ist ein Markt der Extreme. Zwischen den teuersten und günstigsten Kantonen liegen Preisunterschiede von Faktor 3 bis 4. Wer die richtigen Daten kennt, kann bei der Standortwahl enorm sparen — oder wird von den Zahlen ernüchtert.

Medianpreise Einfamilienhäuser nach Kantonen (2025)

Immobilienpreise nach Kantonen: Wo Wohneigentum noch erschwinglich ist
Medianpreise Einfamilienhäuser nach Kantonen in CHF (2025) — Veränderung seit 2020 in Klammern Zug 2,15 Mio. (+28%) Zürich 1,82 Mio. (+25%) Genf 1,68 Mio. (+20%) Basel-Land 1,08 Mio. (+18%) Luzern 1,05 Mio. (+22%) Bern 780k (+16%) St. Gallen 720k (+15%) Thurgau 690k (+16%) Wallis 580k (+12%) Jura 480k (+11%) Faktor 4,5 zwischen teuerstem und günstigstem Kanton Quelle: Wüest Partner, IAZI (2025)
Immobilienpreise nach Kantonen — Einfamilienhäuser (2025)
KantonMedianpreis EFH (CHF)Veränderung seit 2020
Zürich1'820'000+24,5%
Zug2'150'000+28,4%
Genf1'680'000+19,8%
Basel-Landschaft1'080'000+18,2%
Luzern1'050'000+22,1%
Bern780'000+15,6%
St. Gallen720'000+14,8%
Thurgau690'000+16,2%
Wallis580'000+12,4%
Solothurn620'000+13,8%
Jura480'000+11,2%

Zug ist der teuerste Kanton — ein Einfamilienhaus kostet dort im Median über 2 Millionen. Im Jura bekommt man für weniger als ein Viertel dieses Preises ein vergleichbares Objekt. Das Problem: Im Jura gibt es weniger Arbeitsplätze, und die Pendeldistanzen zu den Wirtschaftszentren sind lang.

Eigentumswohnungen (4 Zimmer, Median)

KantonMedianpreis (CHF)
Zug1'280'000
Zürich1'140'000
Genf1'060'000
Schwyz980'000
Luzern780'000
Bern610'000
Aargau580'000
Solothurn480'000
Jura340'000

Preisentwicklung: +20% in fünf Jahren

Schweizweit sind die Immobilienpreise seit 2020 um rund 20% gestiegen. In den gefragtesten Kantonen (Zug, Zürich, Schwyz) sogar um 25 bis 28%. Die Treiber: tiefe Zinsen bis 2022, Bevölkerungswachstum, Nachfrage nach Wohneigentum als Inflationsschutz und die Angebotsknappheit.

Seit dem Zinsanstieg 2022/2023 hat sich die Dynamik etwas beruhigt. Die Preise steigen weiter, aber langsamer — 2025 um rund 2 bis 4% schweizweit. Ein Preisrückgang ist aber nicht in Sicht, solange die Nachfrage das Angebot übersteigt.

Tragbarkeit: Wer kann sich noch Eigentum leisten?

Immobilienpreise nach Kantonen: Wo Wohneigentum noch erschwinglich ist - illustration

Bei einem Eigenkapitalbedarf von 20% und einer kalkulatorischen Tragbarkeit bei 5% Zins braucht ein Haushalt für ein durchschnittliches Einfamilienhaus (CHF 1,2 Mio.):

  • Eigenkapital: CHF 240'000
  • Haushaltseinkommen: mindestens CHF 190'000

Nur rund 15% der Schweizer Haushalte erfüllen diese Kriterien — was die tiefe Eigentumsquote von 36,4% erklärt.

Datenquellen

Wüest Partner, Immobilienmarktbericht. IAZI, SWX IAZI Private Real Estate Price Index. BFS, Bau- und Wohnbaustatistik.

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Haeufig gestellte Fragen

Wo sind Immobilien in der Schweiz am teuersten?
Im Kanton Zug mit einem Medianpreis von CHF 2,15 Mio. für ein Einfamilienhaus, gefolgt von Zürich (CHF 1,82 Mio.) und Genf (CHF 1,68 Mio.).
Wo kann man in der Schweiz noch günstig ein Haus kaufen?
Am günstigsten sind der Jura (Median CHF 480'000), gefolgt vom Wallis (CHF 580'000) und Solothurn (CHF 620'000). Allerdings mit Einschränkungen bei der Anbindung an Wirtschaftszentren.
Wie stark sind die Immobilienpreise gestiegen?
Schweizweit rund +20% seit 2020. In den gefragtesten Kantonen (Zug, Zürich, Schwyz) sogar +25 bis 28%. Die Dynamik hat sich seit dem Zinsanstieg 2022 etwas verlangsamt.

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