Bevölkerung Schweiz 2026: 9,1 Millionen Einwohner und kein Ende des Wachstums

Ende 2025 lebten laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) 9'126'400 Personen in der Schweiz — ein Wachstum von rund 1,2% gegenüber dem Vorjahr. Damit hat die Schweiz innert zehn Jahren fast eine Million Einwohner dazugewonnen. Das klingt abstrakt, aber man muss sich das mal vor Augen führen: Das entspricht ungefähr der Einwohnerzahl der Stadt Zürich — dreimal.

Bevölkerungsentwicklung im Überblick

Bevölkerung Schweiz 2026: 9,1 Millionen Einwohner und kein Ende des Wachstums

Das Wachstum der letzten Jahre war konstant hoch. Zwischen 2015 und 2025 lag die durchschnittliche Wachstumsrate bei 0,9% bis 1,3% pro Jahr. Im europäischen Vergleich ist das bemerkenswert — nur Luxemburg und Malta wachsen schneller.

JahrStändige WohnbevölkerungWachstum ggü. Vorjahr
20208'670'300+0,7%
20218'738'800+0,8%
20228'815'400+0,9%
20238'962'300+1,7%
20249'018'700+0,6%
20259'126'400+1,2%

Der Sprung 2023 war aussergewöhnlich und hängt mit der verstärkten Zuwanderung aus der Ukraine zusammen — dazu aber weiter unten mehr.

Welche Kantone wachsen am stärksten?

Nicht alle Kantone entwickeln sich gleich. Die urbanen Zentren und ihre Agglomerationen verzeichnen das stärkste Wachstum, während ländliche Kantone teilweise stagnieren oder sogar leicht schrumpfen.

KantonBevölkerung 2025Wachstum 2020–2025
Zürich1'612'000+6,8%
Bern1'051'400+2,9%
Waadt838'200+5,4%
Aargau716'800+5,1%
St. Gallen524'600+3,2%
Genf514'300+3,8%
Luzern425'700+4,6%
Zug134'800+7,2%

Zug ist der Spitzenreiter beim prozentualen Wachstum — wenig überraschend, wenn man die Attraktivität des Kantons als Wirtschaftsstandort mit tiefen Steuern bedenkt. Auch Freiburg und Schwyz wachsen überdurchschnittlich, getrieben von Zuzügern aus den teuren Zentren.

Treiber des Wachstums: Migration dominiert

Das Bevölkerungswachstum der Schweiz speist sich aus zwei Quellen: dem Geburtenüberschuss (Geburten minus Todesfälle) und dem Wanderungssaldo (Zuzüge minus Wegzüge). Und hier wird es interessant: Der Geburtenüberschuss macht nur noch einen kleinen Teil aus.

2025 lag der Geburtenüberschuss bei geschätzten 12'800 Personen — der tiefste Wert seit Jahrzehnten. Der Wanderungssaldo betrug dagegen rund 95'000 Personen. Das heisst: Über 88% des Bevölkerungswachstums stammt aus der Zuwanderung.

Die wichtigsten Herkunftsländer der Zuwanderung sind Deutschland, Italien, Frankreich und Portugal, gefolgt von Eritrea und der Ukraine. Die Zusammensetzung hat sich in den letzten Jahren aber deutlich verschoben.

Bevölkerungsdichte: Eng wird's im Mittelland

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Die Schweiz hat eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte von rund 221 Einwohnern pro Quadratkilometer. Aber dieser Durchschnitt täuscht gewaltig. Rechnet man die unbewohnbaren Berggebiete heraus, leben im Mittelland teilweise über 600 Personen pro km² — vergleichbar mit den Niederlanden.

Basel-Stadt ist mit über 5'300 Einwohnern pro km² der am dichtesten besiedelte Kanton, gefolgt von Genf (2'100/km²) und Zürich (940/km²). Am dünnsten besiedelt sind Graubünden (28/km²) und Uri (35/km²).

Was bedeutet das für die Schweiz?

Eine Bevölkerung von über 9 Millionen stellt die Schweiz vor echte Herausforderungen. Die Infrastruktur — Strassen, Schienen, Spitäler, Schulen — wurde für deutlich weniger Menschen konzipiert. Die Mietpreise in den Zentren steigen seit Jahren, die Leerwohnungsziffer ist historisch tief. Und die Pendlerströme belasten das Verkehrsnetz an seine Grenzen.

Gleichzeitig ist das Wachstum ein Zeichen der wirtschaftlichen Stärke. Die Schweiz zieht Fachkräfte an, weil sie gute Löhne, Stabilität und Lebensqualität bietet. Die Frage ist, ob das nachhaltig bleibt — oder ob die Infrastruktur irgendwann den Preis dafür zahlt.

Datenquellen und Methodik

Alle Bevölkerungsdaten stammen vom Bundesamt für Statistik (BFS), Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP). Die ständige Wohnbevölkerung umfasst alle Personen mit Hauptwohnsitz in der Schweiz, einschliesslich Kurzaufenthalter mit Aufenthalt ab 12 Monaten. Die Zahlen für 2025 sind provisorisch (Stand: Dezember 2025).

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Haeufig gestellte Fragen

Wie viele Einwohner hat die Schweiz 2026?
Ende 2025 zählte die Schweiz rund 9'126'400 ständige Einwohner. Für Ende 2026 rechnet das BFS mit einem weiteren Anstieg auf etwa 9,2 Millionen — abhängig von der Zuwanderungsentwicklung.
Welcher Kanton hat die meisten Einwohner?
Zürich ist mit rund 1'612'000 Einwohnern der bevölkerungsreichste Kanton, gefolgt von Bern (1'051'400) und Waadt (838'200).
Warum wächst die Schweizer Bevölkerung so stark?
Über 88% des Wachstums stammt aus der Zuwanderung. Der Geburtenüberschuss ist mit rund 12'800 Personen historisch tief. Die Schweiz zieht wegen guter Löhne und Lebensqualität viele Fachkräfte aus dem Ausland an.
Welcher Kanton wächst am schnellsten?
Prozentual wächst der Kanton Zug mit +7,2% (2020–2025) am schnellsten, gefolgt von Zürich (+6,8%) und der Waadt (+5,4%). Zug profitiert besonders von seiner steuerlichen Attraktivität.

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