Wer in der Schweiz geboren wird, hat statistisch gesehen gute Karten für ein langes Leben. Die Lebenserwartung bei Geburt lag 2025 bei 85,9 Jahren für Frauen und 82,1 Jahren für Männer. Im weltweiten Vergleich belegt die Schweiz damit einen der vordersten Plätze — nur Japan und einige weitere Länder liegen gleichauf oder darüber.
Entwicklung der Lebenserwartung
| Jahr | Frauen | Männer | Differenz |
|---|---|---|---|
| 1980 | 79,6 | 72,8 | 6,8 |
| 1990 | 81,0 | 74,0 | 7,0 |
| 2000 | 82,6 | 77,0 | 5,6 |
| 2010 | 84,6 | 80,2 | 4,4 |
| 2020 | 85,1 | 81,0 | 4,1 |
| 2025 | 85,9 | 82,1 | 3,8 |
Zwei Trends stechen heraus: Erstens steigt die Lebenserwartung kontinuierlich, wenn auch langsamer als früher. Zweitens schrumpft der Geschlechterunterschied — 1990 lebten Frauen noch 7 Jahre länger als Männer, heute sind es nur noch 3,8 Jahre. Männer haben aufgeholt, vor allem dank weniger Rauchen, gesünderem Lebensstil und besserer Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Kantonale Unterschiede
Nicht überall in der Schweiz lebt man gleich lang. Die Unterschiede sind zwar nicht riesig, aber statistisch signifikant.
| Kanton | Lebenserwartung (gesamt) |
|---|---|
| Zug | 85,2 |
| Nidwalden | 84,8 |
| Appenzell A.Rh. | 84,6 |
| Zürich | 84,3 |
| Schweiz gesamt | 84,0 |
| Genf | 83,6 |
| Basel-Stadt | 83,4 |
| Freiburg | 83,8 |
Zug liegt vorne — ein Kanton mit hohem Wohlstand, guter Gesundheitsversorgung und überdurchschnittlicher Bildung. Diese Faktoren korrelieren weltweit stark mit der Lebenserwartung. Das Phänomen ist unter Epidemiologen als «sozialer Gradient der Gesundheit» bekannt.
Internationaler Vergleich
| Land | Lebenserwartung 2024 |
|---|---|
| Japan | 84,8 |
| Schweiz | 84,0 |
| Spanien | 83,6 |
| Australien | 83,4 |
| Schweden | 83,1 |
| Deutschland | 81,2 |
| USA | 78,6 |
Bemerkenswert ist der Unterschied zu den USA — über fünf Jahre weniger Lebenserwartung, trotz höherer Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit. Die Gründe sind vielfältig: Ungleichheit, Opioid-Krise, Waffengewalt und fehlender universeller Gesundheitszugang.
Gesunde Lebensjahre: Die andere Perspektive
Lange leben ist gut — aber wie viele Jahre davon verbringt man bei guter Gesundheit? In der Schweiz beträgt die gesunde Lebenserwartung rund 72 Jahre (Frauen: 73, Männer: 71). Das heisst: Die letzten 12 bis 13 Lebensjahre sind im Durchschnitt von gesundheitlichen Einschränkungen geprägt.
Hier liegt die eigentliche Herausforderung — nicht nur länger leben, sondern länger gesund leben. Die Gesundheitskosten steigen im letzten Lebensjahrzehnt exponentiell, und die psychische Gesundheit spielt eine immer grössere Rolle.
Datenquellen
BFS, Sterbetafeln, Todesursachenstatistik. WHO, Global Health Observatory. Lebenserwartung = Periodensterbetafel, nicht Kohortensterbetafel.
Wie hoch ist die Lebenserwartung in der Schweiz 2025?
Die Lebenserwartung bei Geburt lag 2025 bei 85,9 Jahren für Frauen und 82,1 Jahren für Männer — im Durchschnitt 84,0 Jahre. Das ist einer der höchsten Werte weltweit, gleichauf mit Japan. (Quelle: BFS, Sterbetafeln 2025)
Welcher Kanton hat die höchste Lebenserwartung in der Schweiz?
Zug hat mit 85,2 Jahren die höchste Lebenserwartung aller Kantone, gefolgt von Nidwalden (84,8) und Appenzell Ausserrhoden (84,6). Wohlstand, gute Gesundheitsversorgung und Bildung korrelieren stark mit der Lebenserwartung. (Quelle: BFS)
Warum haben Frauen eine höhere Lebenserwartung als Männer?
Frauen leben in der Schweiz 3,8 Jahre länger als Männer (2025). Dieser Unterschied hat sich von 7 Jahren (1990) stark verringert. Männer haben aufgeholt dank weniger Rauchen, gesünderem Lebensstil und besserer Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. (Quelle: BFS)
Wie viele gesunde Lebensjahre hat man in der Schweiz?
Die gesunde Lebenserwartung beträgt rund 72 Jahre (Frauen: 73, Männer: 71). Die letzten 12 bis 13 Lebensjahre sind im Durchschnitt von gesundheitlichen Einschränkungen geprägt. Ziel der Gesundheitspolitik ist es, diese ungesunden Jahre zu verkürzen. (Quelle: BFS, WHO)
Warum lebt man in der Schweiz länger als in Deutschland?
Die Schweiz übertrifft Deutschland um fast 3 Jahre (84,0 vs. 81,2 Jahre). Höherer Wohlstand, ein starkes Gesundheitssystem mit universeller Abdeckung, gesündere Ernährung und eine niedrigere Rauchquote spielen dabei eine Schlüsselrolle. (Quelle: BFS, WHO 2024)
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