Die Schweiz ist eine offene, exportorientierte Volkswirtschaft. Der Aussenhandel macht rund 120% des BIP aus (Exporte plus Importe), was die Schweiz extrem abhängig von funktionierenden Handelsbeziehungen macht. 2025 exportierte die Schweiz Waren im Wert von rund CHF 284 Milliarden und importierte für CHF 251 Milliarden — ein Handelsüberschuss von CHF 33 Milliarden. Der starke Franken verbilligt Importe strukturell — ein Hauptfaktor für die tiefe Teuerungsrate Schweiz von rund 0,8% (2026, BFS/SNB).
Die wichtigsten Exportgüter
| Warengruppe | Exportwert 2025 (Mrd. CHF) | Anteil |
|---|---|---|
| Pharma & Chemie | 118,4 | 41,7% |
| Uhren | 25,8 | 9,1% |
| Maschinen & Elektronik | 33,2 | 11,7% |
| Präzisionsinstrumente | 18,6 | 6,5% |
| Edelmetalle & Bijouterie | 27,4 | 9,6% |
| Nahrungsmittel | 11,2 | 3,9% |
Die Pharmaindustrie dominiert mit fast 42% der Exporte. Novartis, Roche und Lonza allein stehen für den grössten Teil. Ein Risiko? Definitiv — die Konzentration auf eine Branche macht verwundbar. Aber die Wertschöpfung ist enorm: Pharmaprodukte erzielen pro Kilogramm den höchsten Exportwert aller Güter.
Handelspartner
| Handelspartner | Exporte (Mrd. CHF) | Importe (Mrd. CHF) |
|---|---|---|
| EU gesamt | 140,8 | 170,2 |
| - Deutschland | 47,2 | 68,4 |
| - Italien | 18,6 | 22,1 |
| - Frankreich | 17,8 | 18,9 |
| USA | 48,6 | 16,2 |
| China | 14,2 | 18,8 |
| Vereinigtes Königreich | 12,4 | 8,1 |
| Japan | 8,1 | 4,8 |
Deutschland ist der wichtigste Handelspartner — sowohl bei Exporten als auch bei Importen. Die USA sind der zweitgrösste Exportmarkt und besonders für Pharmaprodukte und Uhren relevant. Interessant: Mit den USA hat die Schweiz einen massiven Handelsüberschuss von CHF 32 Milliarden — fast der gesamte Überschuss der Schweiz.
Uhrenexporte: Barometer der Luxusgüter
Die Schweizer Uhrenindustrie exportierte 2025 für CHF 25,8 Milliarden. Die Top-Märkte waren die USA, China/Hongkong und Japan. Die Branche beschäftigt rund 65'000 Personen, hauptsächlich im Jurabogen (Neuenburg, Bern, Solothurn, Genf). Bei einer Bevölkerung von 9,1 Millionen ist das eine hochspezialisierte Nischenindustrie.
Die Uhrenexporte gelten als Frühindikator für die globale Luxusnachfrage. Nach einem Einbruch 2020 (-21,8%) und einer starken Erholung 2021/22 haben sich die Exporte auf hohem Niveau stabilisiert.
Dienstleistungshandel
Neben dem Warenhandel ist der Dienstleistungshandel zentral: Bankdienstleistungen, Versicherungen, Lizenzen (Pharma) und Tourismus generieren zusätzliche Milliarden. Der Finanzsektor allein exportiert Dienstleistungen im Wert von über CHF 30 Milliarden.
Datenquellen
Eidgenössische Zollverwaltung (EZV/BAZG), Aussenhandelsstatistik. SNB, Zahlungsbilanz. Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH).
Was exportiert die Schweiz am meisten?
Pharma- und Chemieprodukte dominieren mit CHF 118 Mrd. (42% der Exporte). Dahinter: Maschinen und Elektronik (12%), Edelmetalle (10%), Uhren (9%). Novartis, Roche und Lonza stehen für den Grossteil der Pharmaexporte (Quelle: EZV/BAZG 2025).
Wer ist der wichtigste Handelspartner der Schweiz?
Deutschland: Exporte CHF 47 Mrd., Importe CHF 68 Mrd. — grösster Einzelpartner. Die EU gesamt macht 50% des Aussenhandels aus. Die USA sind der zweitgrösste Exportmarkt mit CHF 49 Mrd. (Quelle: EZV/BAZG 2025).
Hat die Schweiz einen Handelsüberschuss?
Ja. 2025: Exporte CHF 284 Mrd., Importe CHF 251 Mrd. — Überschuss CHF 33 Mrd. Der Grossteil stammt aus dem Handel mit den USA (Überschuss CHF 32 Mrd.). Quelle: SNB Zahlungsbilanz / EZV.
Wie gross sind die Schweizer Uhrenexporte?
CHF 25,8 Milliarden (9% aller Exporte). Top-Märkte: USA, China/Hongkong, Japan. Die Branche beschäftigt rund 65'000 Personen im Jurabogen. Die Uhrenexporte gelten als Barometer für globale Luxusnachfrage (Quelle: FH 2025).
Wie abhängig ist die Schweiz vom Aussenhandel?
Sehr stark — Exporte und Importe zusammen machen rund 120% des BIP aus. Das macht die Schweiz zu einer der offensten Volkswirtschaften weltweit. Einbrüche im Welthandel treffen Pharma- und Uhrenindustrie direkt.