Der Schweizer Tourismus hat sich nach der Pandemie vollständig erholt und 2025 mit über 41,2 Millionen Logiernächten einen neuen Rekord aufgestellt. Das sind 3% mehr als im bisherigen Rekordjahr 2019. Die Schweiz bleibt eine der beliebtesten Tourismusdestinationen Europas — trotz der hohen Preise.
Logiernächte im Zeitverlauf
| Jahr | Logiernächte (Mio.) | Veränderung |
|---|---|---|
| 2019 | 39,6 | +1,8% |
| 2020 | 23,7 | -40,2% |
| 2021 | 28,4 | +19,8% |
| 2022 | 35,8 | +26,1% |
| 2023 | 38,8 | +8,4% |
| 2024 | 40,1 | +3,3% |
| 2025 | 41,2 | +2,7% |
Der Einbruch 2020 war der dramatischste in der Geschichte des Schweizer Tourismus. Die Erholung verlief aber schneller als erwartet — insbesondere der Inlandtourismus boomte, weil Schweizer im eigenen Land Ferien machten.
Woher kommen die Gäste?
| Herkunftsland | Logiernächte 2025 (Mio.) | Anteil |
|---|---|---|
| Schweiz (Inland) | 18,4 | 44,7% |
| Deutschland | 4,2 | 10,2% |
| USA | 2,8 | 6,8% |
| Vereinigtes Königreich | 1,9 | 4,6% |
| Frankreich | 1,6 | 3,9% |
| Golfstaaten | 1,4 | 3,4% |
| China | 1,2 | 2,9% |
| Indien | 0,9 | 2,2% |
Fast 45% der Logiernächte stammen von Schweizer Gästen. Das ist ein Puffer: Wenn die internationale Nachfrage schwankt, stabilisiert der Inlandtourismus. US-Gäste haben stark zugelegt — der Trend zu Luxusreisen in die Alpen und die gute Erreichbarkeit via Direktflüge treiben die Zahlen.
Top-Destinationen
| Destination | Logiernächte 2025 (Mio.) |
|---|---|
| Zürich (Stadt) | 5,1 |
| Graubünden | 5,4 |
| Berner Oberland | 4,2 |
| Genf (Stadt) | 3,1 |
| Wallis | 3,8 |
| Luzern/Vierwaldstättersee | 3,3 |
| Tessin | 2,4 |
Graubünden führt bei den Übernachtungszahlen — dank St. Moritz, Davos, Lenzerheide und dem Sommer-Wandertourismus. Zürich liegt bei den Stadthotels vorn, gefolgt von Genf (viel Geschäftstourismus durch internationale Organisationen).
Wirtschaftliche Bedeutung
Der Tourismus trägt rund 2,9% zum BIP bei und beschäftigt über 180'000 Personen (Vollzeitäquivalente). Die direkte touristische Wertschöpfung lag 2025 bei rund CHF 21 Milliarden. Rechnet man indirekte Effekte (Zulieferer, Detailhandel, Verkehr) hinzu, sind es über CHF 45 Milliarden.
In Bergregionen ist der Tourismus oft der wichtigste Wirtschaftszweig. In Gemeinden wie Zermatt, St. Moritz oder Grindelwald hängen über 60% der Arbeitsplätze direkt oder indirekt am Tourismus.
Datenquellen
BFS, Beherbergungsstatistik (HESTA). Schweiz Tourismus (STV). Tourismus-Satellitenkonto des BFS.