Erneuerbare Energien Schweiz: 80% des Stroms sind sauber

Schnellantwort: Rund 80% des Schweizer Stroms stammten 2025 aus erneuerbaren Quellen — Wasserkraft dominiert mit 57%, Solarenergie folgt mit 12%. Beim Gesamtenergieverbrauch (Heizung, Verkehr, Strom) liegt der erneuerbare Anteil erst bei rund 30%. Der Solar-Boom: Die Produktion hat sich seit 2020 mehr als verdreifacht (2,6 → 8,1 TWh).

Die Schweiz hat beim Strom ein erstaunlich sauberes Profil: Rund 80% der Stromproduktion stammen aus erneuerbaren Quellen. Der Star ist die Wasserkraft mit 57%, gefolgt von Solarenergie (12%), Kernenergie (19%) und thermischen Kraftwerken (1%). Aber Strom ist nur ein Teil der Energiegleichung.

Strommix Schweiz 2025

Erneuerbare Energien Schweiz: Strommix 2025
QuelleAnteil an StromproduktionProduktion (TWh)
Wasserkraft57,2%38,4
Kernenergie19,4%13,0
Solarenergie12,1%8,1
Windenergie0,4%0,3
Biomasse/Biogas3,8%2,6
Kehrichtverbrennung5,2%3,5
Übrige (fossil)1,9%1,3

Solar-Boom

Die Solarenergie hat sich in fünf Jahren mehr als verdreifacht — von 2,6 TWh (2020) auf 8,1 TWh (2025). Die installierte Leistung liegt bei über 7'500 MW. Treiber sind sinkende Modulpreise, attraktive Einspeisevergütungen und die neue Solarpflicht für Neubauten in mehreren Kantonen. Die Zahlen für 2025 basieren auf Vorabdaten des BFE; die definitiven Statistiken werden Mitte 2026 publiziert.

JahrSolar-Produktion (TWh)Installierte Leistung (MW)
20202,63'100
20224,04'400
20235,45'600
20246,86'800
20258,17'500

Gesamtenergieverbrauch: Noch stark fossil

Beim Gesamtenergieverbrauch (Strom + Heizung + Verkehr) sieht das Bild weniger rosig aus. Erdölprodukte (Benzin, Diesel, Heizöl) machen noch 38% aus, Gas 13%. Der Anteil Erneuerbarer am Gesamtenergieverbrauch liegt bei rund 30%.

EnergieträgerAnteil Endverbrauch
Erdölprodukte38,2%
Elektrizität26,4%
Gas13,1%
Holz5,2%
Fernwärme3,4%
Übrige (Kohle, Abfall, Solar)13,7%

Um das Netto-Null-Ziel 2050 zu erreichen, muss die Schweiz den fossilen Anteil von 51% auf nahe 0% bringen — eine gewaltige Aufgabe, die vor allem den Verkehr und die Gebäudeheizung betrifft.

Atomausstieg: Zeitplan offen

Energiestrategie Schweiz 2050: Ausbau Erneuerbare

Die Schweiz hat 2017 den Atomausstieg beschlossen — aber ohne festes Abschaltdatum. Die vier verbleibenden AKW (Beznau I+II, Gösgen, Leibstadt) dürfen laufen, solange sie sicher sind. 2025 produzierten sie 13 TWh — das muss durch Erneuerbare ersetzt werden, wenn die Werke vom Netz gehen.

Datenquellen

BFE (Bundesamt für Energie), Gesamtenergiestatistik 2025 (Vorabdaten). Pronovo, Herkunftsnachweise. Swissgrid, Elektrizitätsstatistik 2025.

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Haeufig gestellte Fragen

Wie viel Strom kommt in der Schweiz aus erneuerbaren Quellen?
Rund 80% der Schweizer Stromproduktion stammten 2025 aus erneuerbaren Quellen — hauptsächlich Wasserkraft (57%) und Solarenergie (12%). Die restlichen 20% kommen aus Kernenergie (19%) und fossilen Quellen (1%).
Wie schnell wächst die Solarenergie?
Die Solarproduktion hat sich von 2,6 TWh (2020) auf 8,1 TWh (2025) mehr als verdreifacht. Die installierte Leistung liegt bei über 7'500 MW, mit Wachstum von rund 20% pro Jahr.
Wie hoch ist der fossile Anteil am Gesamtenergieverbrauch?
Rund 51% (Erdöl 38%, Gas 13%). Um Netto-Null 2050 zu erreichen, muss dieser Anteil auf nahe 0% sinken — vor allem durch Elektrifizierung von Verkehr und Heizung.
Wann steigt die Schweiz aus der Kernenergie aus?
Kein festes Abschaltdatum. Die vier AKW (Beznau I+II, Gösgen, Leibstadt) dürfen so lange laufen, wie sie sicher sind. 2025 produzierten sie rund 13 TWh — rund 19% des Schweizer Stroms.
Was ist der Unterschied zwischen Strom- und Gesamtenergiemix?
Strom stammt zu 80% aus Erneuerbaren — macht aber nur 26% des Gesamtenergieverbrauchs aus. Heizung und Verkehr sind noch weitgehend fossil, daher liegt der erneuerbare Anteil am Gesamt-Endenergieverbrauch erst bei rund 30%.
Was sind die Ziele der Energiestrategie 2050?
Atomausstieg ohne Neubauten, massiver Ausbau Solar und Wind, Effizienzsteigerung, Reduktion des Gesamtenergieverbrauchs. Kombiniert mit dem Klima- und Innovationsgesetz: Netto-Null bis 2050.

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