Strassenverkehrsunfälle Schweiz: 236 Todesopfer und ein langfristiger Rückgang

Die Schweizer Strassen sind sicherer als je zuvor — zumindest wenn man die absoluten Zahlen betrachtet. 2025 starben 236 Personen bei Strassenverkehrsunfällen. 1971, im schlimmsten Jahr, waren es noch 1'773. Ein Rückgang von 87%, obwohl sich der Verkehr seither vervielfacht hat.

Unfallstatistik im Zeitverlauf

Strassenverkehrsunfälle Schweiz: 236 Todesopfer und ein langfristiger Rückgang
JahrVerkehrstoteSchwerverletzte
19711'773
1990954
20005925'930
20103274'458
20152533'830
20202273'793
20222414'002
20242443'920
20252363'850

Der langfristige Rückgang ist ein Erfolg von Sicherheitsgurten, Airbags, besseren Strassen, tieferen Tempolimiten, Alkoholkontrollen und Fahrassistenzsystemen. Aber die Zahl der Schwerverletzten stagniert bei rund 3'800 bis 4'000 pro Jahr — hier ist kein klarer Abwärtstrend mehr erkennbar.

Todesopfer nach Verkehrsteilnehmern

VerkehrsteilnehmerTote 2025Anteil
Autoinsassen7230,5%
Motorradfahrer4217,8%
E-Bike-Fahrer2811,9%
Velofahrer (ohne E-Bike)187,6%
Fussgänger4820,3%
E-Trottinett83,4%
Übrige208,5%

E-Bike-Tote haben sich seit 2018 verdoppelt — parallel zum Boom der Elektrovelos. 2025 starben 28 E-Bike-Fahrer, die meisten über 60 Jahre alt. Das höhere Tempo und das Gewicht der E-Bikes erhöhen das Verletzungsrisiko bei Stürzen.

Unfallursachen

UrsacheAnteil an schweren Unfällen
Unaufmerksamkeit/Ablenkung32%
Geschwindigkeit18%
Alkohol/Drogen12%
Vortrittsmissachtung14%
Schleudern/Selbstunfall11%
Übrige13%

Unaufmerksamkeit — oft durch Smartphone am Steuer — ist die häufigste Unfallursache. Die BFU (Beratungsstelle für Unfallverhütung) schätzt, dass jeder vierte tödliche Unfall mit Ablenkung zusammenhängt.

Vision Zero

Strassenverkehrsunfälle Schweiz: 236 Todesopfer und ein langfristiger Rückgang - illustration

Die Schweiz hat das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 auf unter 100 zu senken (Vision Zero). Bei 236 Toten ist das noch ein weiter Weg. Die wichtigsten Massnahmen: Tempo-30-Zonen in Ortschaften, Veloinfrastruktur, Fahrassistenzsysteme und strengere Handy-Kontrollen am Steuer.

Datenquellen

ASTRA, Strassenverkehrsunfallstatistik. BFU, STATUS-Bericht. BFS, Verkehrsstatistik.

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Haeufig gestellte Fragen

Wie viele Verkehrstote gibt es in der Schweiz?
2025 starben 236 Personen — ein historischer Tiefststand. 1971 waren es noch 1'773. Der langfristige Rückgang beträgt 87%.
Welche Verkehrsteilnehmer sind am stärksten gefährdet?
Fussgänger (48 Tote, 20%), Autoinsassen (72 Tote, 31%) und Motorradfahrer (42 Tote, 18%). E-Bike-Unfälle nehmen stark zu (28 Tote, Tendenz steigend).
Was ist die häufigste Unfallursache?
Unaufmerksamkeit und Ablenkung (32%), vor allem durch Smartphone-Nutzung am Steuer. Es folgen Geschwindigkeit (18%) und Vortrittsmissachtung (14%).

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