Immobilienpreise Schweiz 2026: Vergleich nach Kanton, Entwicklung und Kaufkraftanalyse

Die Immobilienpreise in der Schweiz sind 2026 nach einer Phase der Konsolidierung wieder leicht gestiegen. Die teuersten Kantone bleiben Genf, Zug und Zürich; die günstigsten liegen im Jura, in Glarus und im Wallis. Dieser Artikel liefert aktuelle Quadratmeterpreise und erklärt, was hinter den regionalen Unterschieden steckt.

Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen nach Kanton 2026

Die folgenden Werte basieren auf Transaktionsdaten und Inseraten aus 2025/2026 (Quellen: Fahrländer Partner, Wüest Partner, Homegate-Index). Die Preise verstehen sich als Medianwerte für eine 4,5-Zimmer-ETW in normalem bis gutem Zustand.

Kantonm²-Preis ETW (Median)PreisniveauTendenz 2025→2026
Genf (GE)CHF 14 500 – 18 000Sehr hoch↑ +2 %
Zug (ZG)CHF 13 000 – 17 500Sehr hoch↑ +1 %
Zürich (ZH)CHF 11 000 – 15 000Sehr hoch→ stabil
Basel-Stadt (BS)CHF 9 500 – 13 000Hoch↑ +1 %
Waadt (VD)CHF 8 500 – 12 000Hoch→ stabil
Nidwalden (NW)CHF 8 000 – 11 000Hoch↑ +2 %
Schwyz (SZ)CHF 7 500 – 10 500Mittel-hoch→ stabil
Bern (BE)CHF 6 500 – 9 500Mittel→ stabil
Luzern (LU)CHF 6 000 – 9 000Mittel↑ +1 %
Aargau (AG)CHF 5 500 – 8 000Mittel→ stabil
Thurgau (TG)CHF 5 000 – 7 500Mittel-günstig↑ +1 %
Freiburg (FR)CHF 4 800 – 7 000Mittel-günstig→ stabil
Wallis (VS)CHF 3 500 – 6 000Günstig↑ +2 % (Tourismus)
Jura (JU)CHF 2 500 – 4 500Sehr günstig→ stabil
Glarus (GL)CHF 3 000 – 5 000Günstig→ stabil

Preisentwicklung 2020–2026: Was ist passiert?

Schweizer Immobilien haben zwischen 2020 und 2022 einen historischen Preisboom erlebt: Steigerungen von 15 bis 25 % in urbanen Kantonen wie Zürich und Zug. Die Zinserhöhungen der SNB (2022–2023) haben die Nachfrage gebremst, aber die Preise kaum zurückgeführt — die knappe Baulandverfügbarkeit und die starke Zuwanderung stützen den Markt.

Kantonm²-Preis ETW 2020m²-Preis ETW 2023m²-Preis ETW 2026Veränderung 2020–2026
Zürich (ZH)CHF 8 500CHF 12 000CHF 13 000+53 %
Zug (ZG)CHF 10 000CHF 15 000CHF 15 500+55 %
Genf (GE)CHF 11 000CHF 15 500CHF 16 500+50 %
Bern (BE)CHF 5 000CHF 7 500CHF 8 000+60 %
Jura (JU)CHF 2 200CHF 3 000CHF 3 200+45 %

Was treibt die regionalen Unterschiede?

  • Erreichbarkeit Wirtschaftszentren: Kantone im Pendlergürtel Zürich (ZH, ZG, SZ, AG) profitieren von hoher Nachfrage bei vergleichsweise günstigerem Preisniveau als die Stadt selbst
  • Beschäftigungsdichte: Genf und Zürich als internationale Finanz- und Wirtschaftszentren ziehen Hochverdiener an
  • Tourismusfaktor: Wallis, Graubünden und Obwalden haben durch Ferienimmobilien und internationale Käufer (Lex Koller) erhöhte Preise in bestimmten Gemeinden
  • Baulandknappheit: Kleine Kantone wie Zug mit begrenztem Zonengebiet und hoher Nachfrage sehen strukturell höhere Preise
  • Steuern: Kantone mit tiefen Einkommens- und Vermögenssteuern (Zug, Nidwalden, Schwyz) sind für Wohlhabende attraktiv — dies treibt auch die Immobilienpreise

Günstigste Kantone: Wo ist Wohneigentum noch erschwinglich?

Der Kanton Jura bleibt das günstigste Pflaster für Wohneigentum in der Schweiz. Für ein Einfamilienhaus zahlt man im Jura im Median rund CHF 350 000 — in Zug wäre dasselbe Objekt für CHF 2 Millionen nicht zu haben. Auch Glarus, Appenzell Innerrhoden und die Randregionen des Wallis bieten im schweizweiten Vergleich erschwingliche Preise.

FAQ – Immobilienpreise Schweiz 2026

Welcher Kanton hat die teuersten Immobilien in der Schweiz 2026?

Zug und Genf führen das Preisranking an, mit Mediankaufpreisen für Eigentumswohnungen von CHF 13 000 bis 18 000 pro m². Zürich liegt an dritter Stelle mit CHF 11 000 bis 15 000 pro m².

Wo sind Immobilien in der Schweiz am günstigsten 2026?

Die günstigsten Kantone sind der Jura (CHF 2 500–4 500/m²), Glarus (CHF 3 000–5 000/m²) und Teile des Wallis (CHF 3 500–6 000/m²). Ein Einfamilienhaus ist im Jura ab CHF 300 000–400 000 erhältlich.

Steigen die Schweizer Immobilienpreise 2026?

Die meisten Regionen zeigen 2026 eine stabile bis leicht steigende Preisentwicklung (+1 bis +2 %). Die SNB-Zinssenkungen seit 2024 haben die Nachfrage wieder leicht belebt. Ein massiver Preisanstieg wie 2020–2022 ist nicht zu erwarten, da die Tragbarkeitsregeln streng bleiben.

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